Gesundheitskrise Deutschland: PKV und GKV im Faktencheck

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Die Gesundheitskrise in Deutschland zeigt, wie unterschiedlich PKV und GKV finanziert sind – und warum dieser Unterschied entscheidend ist. Das Problem ist nicht die „Zwei-Klassen-Medizin“ oder die „gierige PKV“. Das Problem ist ein System, das sich selbst belügt und seine Versicherten systematisch über die wahren Kosten im Unklaren lässt. Während die private Krankenversicherung transparent aufzeigt, was moderne Medizin kostet, verschleiert die GKV ihre dramatische Finanzlage hinter politischen Tricks und macht jeden zum Kostgänger – vom Millionär bis zum Asylbewerber. Die Zahlen von 2024 entlarven ein System, das längst kollabiert wäre, würde es nach betriebswirtschaftlichen Regeln geführt.

 

Das Jahr der Wahrheit: Wenn Zahlen nicht mehr lügen können

2024 war das Jahr, in dem beide Krankenversicherungssysteme ihre Masken fallen lassen mussten. Die PKV verzeichnete Versicherungsleistungen von 39,4 Milliarden Euro – ein Anstieg von 10,5 Prozent. Diese Zahl wird gerne als Beweis für die „Kostenspirale“ der Privatversicherer zitiert. Doch ein Blick auf die GKV zeigt: Hier explodieren die Kosten noch dramatischer, werden aber geschickt verschleiert.

Die gesetzlichen Krankenkassen schlossen 2024 mit einem Defizit von 6,2 Milliarden Euro ab. Bei Gesamtausgaben von 326,9 Milliarden Euro bedeutet das einen Ausgabenanstieg von 7,7 Prozent – und das bei nur 0,3 Prozent mehr Versicherten. Die Finanzreserven betrugen Ende 2024 nur noch 2,1 Milliarden Euro, weniger als die Hälfte der gesetzlich vorgeschriebenen Mindestreserve. Ein Privatunternehmen mit einer solchen Bilanz wäre längst insolvent.

Der entscheidende Unterschied: Die PKV steht zu ihren Zahlen und passt ihre Beiträge entsprechend an. Für 2025 bedeutet das für zwei Drittel der Privatversicherten Beitragssteigerungen von durchschnittlich 18 Prozent. Das schmerzt, aber es ist ehrlich. Die GKV hingegen erhöhte den durchschnittlichen Zusatzbeitrag von 1,7 auf 2,5 Prozent und tut so, als wäre damit das Problem gelöst.

 

Die Vollkasko-Republik: Wie Deutschland sich ein Luxus-Gesundheitssystem leistet, das es sich nicht leisten kann

Ein Blick über die Grenzen zeigt das wahre Ausmaß des deutschen Problems. In Spanien kostet eine private Krankenversicherung 50 bis 100 Euro monatlich – ein Bruchteil deutscher PKV-Beiträge. Das spanische Gesundheitssystem gibt nur 9 bis 10 Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Gesundheit aus, Deutschland hingegen 12,6 Prozent. Das sind 60 bis 80 Prozent höhere Ausgaben für ein System, das sich zunehmend selbst zerlegt.

Der Grund für die spanischen Kostenvorteile liegt auf der Hand: Das Sistema Nacional de Salud ist schlanker organisiert, steuerfinanziert und verzichtet auf die deutsche Vollkasko-Mentalität. Keine konkurrierenden Krankenkassen, keine aufgeblähte Bürokratie, keine politischen Umverteilungsexperimente. Natürlich leistet das spanische System auch weniger – längere Wartezeiten, Zuzahlungen bei Medikamenten, weniger umfassende Ausstattung. Aber es zeigt, dass Deutschland sich bewusst für eine teure Vollkasko-Mentalität entschieden hat, die es sich immer weniger leisten kann.

Deutschland hat sich eine „eierlegende Wollmilchsau“ geschaffen, die alles können soll: Krankenversicherung, Familienpolitik, Sozialhilfe, Präventionsprogramme, Wellness-Kurse und Werbekampagnen. Das Ergebnis ist ein aufgeblähter Apparat, der mehr Geld für Verwaltung als für Medizin ausgibt. Die Frage ist nicht, ob das spanische System besser ist – die Frage ist, ob Deutschland sich seine Überversorgung noch leisten kann, wenn gleichzeitig die Finanzierung kollabiert.

Die PKV zeigt, dass es auch anders geht. Mit 50,2 Milliarden Euro Beitragseinnahmen finanziert sie 39,4 Milliarden Euro Leistungen und legt gleichzeitig etwa jeden dritten Euro als jährlichen Zuwachs zu den Alterungsrückstellungen zurück. Diese Rückstellungen betragen inzwischen 341,7 Milliarden Euro – ein Polster für die demografische Zukunft, das in der umlagefinanzierten GKV nicht existiert.

 

Versicherungsfremde Leistungen: Wenn aus Krankenversicherung Sozialpolitik wird

Das größte Problem der GKV liegt in ihrer Rolle als Allzweckwaffe der deutschen Sozialpolitik. Was ursprünglich als Krankenversicherung für Arbeiter gedacht war, ist zu einem System geworden, das jeden versorgt – unabhängig davon, ob er jemals eingezahlt hat oder es sich leisten könnte.

Bürgergeld-Empfänger erhalten volle GKV-Leistungen, ohne einen Cent beizutragen. Asylbewerber bekommen nach wenigen Monaten Vollversorgung, ohne jemals in das System eingezahlt zu haben. Das mag sozialpolitisch gewollt sein, aber es hat nichts mit Versicherung zu tun. Es ist Sozialhilfe, die aus Beitragsmitteln finanziert wird. Diese Kosten werden über die 14,5 Milliarden Euro Bundeszuschüsse teilweise aus Steuermitteln gedeckt – und hier zahlen PKV-Versicherte kräftig mit.

Noch perfider ist die Familienversicherung für Gutverdiener. Ein Beispiel aus der Praxis: Ein Familienvater mit 350.000 Euro Jahreseinkommen wechselt aus dem britischen System in die deutsche GKV. Sein Kommentar: „Da gibt es keine Familienversicherung – ich zahle den Höchstbeitrag, aber vier Personen sind damit voll versorgt.“ Er könnte sich problemlos eine Privatversicherung für die ganze Familie leisten, nutzt aber das „solidarische“ System aus. Das ist keine Solidarität mit Schwachen – das ist Subvention für Reiche.

Die PKV kennt diese Probleme nicht. Jeder zahlt für sich, jeder bekommt, was er bezahlt. Keine versicherungsfremden Leistungen, keine politischen Geschenke, keine Umverteilung von unten nach oben.

Die doppelte Subvention: Wie PKV-Versicherte das GKV-System am Leben halten

 

Was in der öffentlichen Debatte völlig untergeht: PKV-Versicherte finanzieren das deutsche Gesundheitssystem gleich zweifach mit. Erstens über die direkten Mehrumsätze bei Ärzten und Krankenhäusern, zweitens über ihre überproportional hohen Steuerzahlungen, die den GKV-Bundeszuschuss finanzieren.

Die Zahlen sind eindeutig: 20,4 Prozent der Gesamteinnahmen niedergelassener Ärzte stammen von PKV-Versicherten – obwohl diese nur zehn Prozent der Vollversicherten stellen. Das sind jährlich 14,46 Milliarden Euro Mehrumsatz, die dem Gesundheitssystem ohne Privatpatienten verloren gingen. Pro Arztpraxis bedeutet das durchschnittlich über 74.000 Euro zusätzlich pro Jahr – das Einkommen von 1,75 Medizinischen Fachangestellten.

Ohne diese Mischkalkulation könnten viele Praxen nicht überleben. Besonders dramatisch wäre die Situation in ländlichen Regionen: Während Münchner Praxen 47.405 Euro Mehrumsatz durch Privatpatienten erzielen, sind es im ländlichen Kreis Regen 90.483 Euro. Die PKV subventioniert faktisch die GKV-Versorgung – und zwar überproportional dort, wo sie am dringendsten gebraucht wird.

Doch damit nicht genug: PKV-Versicherte zahlen auch überproportional für die Steuerfinanzierung der GKV. Obwohl sie nur zehn Prozent der Versicherten stellen, tragen Haushalte mit mindestens einem PKV-Versicherten über 20 Prozent der 14,5 Milliarden Euro Bundeszuschuss. Das Wirtschaftsinstitut RWI hat berechnet, dass die 14,5 Prozent PKV-versicherten Haushalte einen überproportional hohen Anteil der Steuerfinanzierung schultern.

PKV-Versicherte zahlen also doppelt: ihre eigenen Beiträge für eine ordentliche Krankenversicherung und über ihre Steuern für ein GKV-System, das sie gar nicht nutzen. Das ist das Gegenteil von Solidarität – das ist systematische Ausbeutung.

 

Kostentreiber ohne Kontrolle: Wo das Geld wirklich verschwindet

Die Ausgabensteigerungen von 2024 zeigen, wo die wahren Probleme liegen. In der GKV explodierten die Krankenhauskosten um 8,1 Milliarden Euro, die Pflegepersonalkosten um 13,1 Prozent. Die Arzneimittelausgaben wuchsen um 9,9 Prozent oder 5,0 Milliarden Euro. Diese Zahlen spiegeln nicht nur die demografische Entwicklung wider, sondern auch ein System ohne Kostenkontrolle.

Während die PKV jeden Euro kalkuliert und ihre Beiträge entsprechend anpasst, hofft die GKV auf politische Lösungen. Mehr Steuerzuschüsse, höhere Beiträge, Leistungskürzungen – alles ist möglich, nur nicht die ehrliche Auseinandersetzung mit den Kosten. Der Bundeszuschuss von 14,5 Milliarden Euro jährlich verschleiert die wahren Dimensionen des Problems.

Bundesgesundheitsminister Lauterbach räumte selbst ein, dass „gesamtgesellschaftliche Aufgaben“ aus Steuern statt aus Beiträgen finanziert werden müssten. Doch statt zu handeln, wird weiter verschleiert. Das Ergebnis: Ein System, das nur noch durch politische Interventionen am Leben gehalten wird.

 

Die Demografie-Lüge: Warum die GKV keine Zukunft hat

Das größte Versagen der GKV liegt in ihrer Unfähigkeit, mit der demografischen Entwicklung umzugehen. Als umlagefinanziertes System ist sie darauf angewiesen, dass genügend Beitragszahler die aktuellen Ausgaben finanzieren. Doch die Gesellschaft altert, die Geburtenrate sinkt, und die Babyboomer gehen in Rente.

Die PKV hat für dieses Problem vorgesorgt. Mit 341,7 Milliarden Euro Alterungsrückstellungen – einem jährlichen Zuwachs von etwa 13 bis 17 Milliarden Euro – hat sie ein Polster geschaffen, das die demografischen Lasten abfedern kann. Diese Rückstellungen sind zweckgebunden und dienen ausschließlich der Finanzierung steigender Kosten im Alter.

Die GKV hingegen verschiebt das Problem auf die nächste Generation. Jeder Euro, der heute nicht eingenommen wird, muss morgen von weniger Beitragszahlern aufgebracht werden. Das ist nicht nur finanziell unverantwortlich, sondern auch generationenungerecht.

 

PKV-Wachstum trotz Hetzkampagnen: Warum immer mehr Menschen das ehrliche System wählen

Trotz aller politischen Hetzkampagnen wächst die PKV kontinuierlich. Die Zahl der Vollversicherten stieg 2024 auf 8,74 Millionen, die der Zusatzversicherungen auf 31,02 Millionen. Insgesamt vertrauen 39,8 Millionen Deutsche – fast jeder Zweite – in irgendeiner Form auf die PKV.

Diese Zahlen sprechen eine klare Sprache: Wer die Wahl hat, entscheidet sich für Transparenz und Verlässlichkeit. Die Menschen stimmen mit ihren Füßen ab gegen ein System, das sie belügt und betrügt. Sie wählen ein System, das seine Kosten ehrlich ausweist und seine Leistungen verlässlich erbringt.

Das Wachstum der Zusatzversicherungen zeigt besonders deutlich das Versagen der GKV. 31,02 Millionen Deutsche sind der Meinung, dass das GKV-Grundangebot nicht ausreicht. Sie zahlen zusätzlich für das, was eine ordentliche Krankenversicherung leisten sollte. Das ist die Realität der „Solidargemeinschaft“.

 

Missmanagement als Kostentreiber: Wenn Politik Medizin macht

Neben der demografischen Entwicklung und dem medizinischen Fortschritt gibt es einen dritten Kostentreiber, der gerne verschwiegen wird: das Missmanagement. Deutschland leistet sich ein Gesundheitssystem mit mehr Verwaltungsebenen als medizinischen Leistungen. Kassenärztliche Vereinigungen, Krankenkassen-Bürokratie, Gesundheitsministerien auf Bundes- und Länderebene – ein Apparat, der sich selbst ernährt, statt Kranke zu heilen.

Die PKV zeigt, dass es schlanker geht. Ohne politische Eingriffe, ohne Bürokratie-Monster, ohne Umverteilungs-Orgien. Einfach Versicherung: Beitrag gegen Leistung, transparent kalkuliert und verlässlich erbracht.

Das deutsche System krankt nicht nur an der Demografie oder den medizinischen Kosten. Es krankt an seiner eigenen Aufblähung, an seiner Unfähigkeit, zwischen Versicherung und Sozialpolitik zu unterscheiden, an seinem Unwillen, die Wahrheit über seine Kosten zu sagen.

Die PKV mag nicht perfekt sein, aber sie ist ehrlich. Und in Zeiten, in denen die Politik die Bürger mit schönen Worten abspeist, ist Ehrlichkeit das wertvollste Gut. Die Zahlen von 2024 haben die Wahrheit ans Licht gebracht. Jetzt liegt es an uns, die richtigen Schlüsse zu ziehen.

 

FAQ – Häufige Fragen zur Gesundheitskrise Deutschland  

Die Gesundheitskrise in Deutschland zeigt, wie unterschiedlich PKV und GKV finanziert sind – und warum dieser Unterschied entscheidend ist. Das Problem ist nicht die „Zwei-Klassen-Medizin“ oder die „gierige PKV“. Das Problem ist ein System, das sich selbst belügt und seine Versicherten systematisch über die wahren Kosten im Unklaren lässt. Während die private Krankenversicherung transparent aufzeigt, was moderne Medizin kostet, verschleiert die GKV ihre dramatische Finanzlage hinter politischen Tricks und macht jeden zum Kostgänger – vom Millionär bis zum Asylbewerber. Die Zahlen von 2024 entlarven ein System, das längst kollabiert wäre, würde es nach betriebswirtschaftlichen Regeln geführt.

 

Das Jahr der Wahrheit: Wenn Zahlen nicht mehr lügen können

2024 war das Jahr, in dem beide Krankenversicherungssysteme ihre Masken fallen lassen mussten. Die PKV verzeichnete Versicherungsleistungen von 39,4 Milliarden Euro – ein Anstieg von 10,5 Prozent. Diese Zahl wird gerne als Beweis für die „Kostenspirale“ der Privatversicherer zitiert. Doch ein Blick auf die GKV zeigt: Hier explodieren die Kosten noch dramatischer, werden aber geschickt verschleiert.

Die gesetzlichen Krankenkassen schlossen 2024 mit einem Defizit von 6,2 Milliarden Euro ab. Bei Gesamtausgaben von 326,9 Milliarden Euro bedeutet das einen Ausgabenanstieg von 7,7 Prozent – und das bei nur 0,3 Prozent mehr Versicherten. Die Finanzreserven betrugen Ende 2024 nur noch 2,1 Milliarden Euro, weniger als die Hälfte der gesetzlich vorgeschriebenen Mindestreserve. Ein Privatunternehmen mit einer solchen Bilanz wäre längst insolvent.

Der entscheidende Unterschied: Die PKV steht zu ihren Zahlen und passt ihre Beiträge entsprechend an. Für 2025 bedeutet das für zwei Drittel der Privatversicherten Beitragssteigerungen von durchschnittlich 18 Prozent. Das schmerzt, aber es ist ehrlich. Die GKV hingegen erhöhte den durchschnittlichen Zusatzbeitrag von 1,7 auf 2,5 Prozent und tut so, als wäre damit das Problem gelöst.

 

Die Vollkasko-Republik: Wie Deutschland sich ein Luxus-Gesundheitssystem leistet, das es sich nicht leisten kann

Ein Blick über die Grenzen zeigt das wahre Ausmaß des deutschen Problems. In Spanien kostet eine private Krankenversicherung 50 bis 100 Euro monatlich – ein Bruchteil deutscher PKV-Beiträge. Das spanische Gesundheitssystem gibt nur 9 bis 10 Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Gesundheit aus, Deutschland hingegen 12,6 Prozent. Das sind 60 bis 80 Prozent höhere Ausgaben für ein System, das sich zunehmend selbst zerlegt.

Der Grund für die spanischen Kostenvorteile liegt auf der Hand: Das Sistema Nacional de Salud ist schlanker organisiert, steuerfinanziert und verzichtet auf die deutsche Vollkasko-Mentalität. Keine konkurrierenden Krankenkassen, keine aufgeblähte Bürokratie, keine politischen Umverteilungsexperimente. Natürlich leistet das spanische System auch weniger – längere Wartezeiten, Zuzahlungen bei Medikamenten, weniger umfassende Ausstattung. Aber es zeigt, dass Deutschland sich bewusst für eine teure Vollkasko-Mentalität entschieden hat, die es sich immer weniger leisten kann.

Deutschland hat sich eine „eierlegende Wollmilchsau“ geschaffen, die alles können soll: Krankenversicherung, Familienpolitik, Sozialhilfe, Präventionsprogramme, Wellness-Kurse und Werbekampagnen. Das Ergebnis ist ein aufgeblähter Apparat, der mehr Geld für Verwaltung als für Medizin ausgibt. Die Frage ist nicht, ob das spanische System besser ist – die Frage ist, ob Deutschland sich seine Überversorgung noch leisten kann, wenn gleichzeitig die Finanzierung kollabiert.

Die PKV zeigt, dass es auch anders geht. Mit 50,2 Milliarden Euro Beitragseinnahmen finanziert sie 39,4 Milliarden Euro Leistungen und legt gleichzeitig etwa jeden dritten Euro als jährlichen Zuwachs zu den Alterungsrückstellungen zurück. Diese Rückstellungen betragen inzwischen 341,7 Milliarden Euro – ein Polster für die demografische Zukunft, das in der umlagefinanzierten GKV nicht existiert.

 

Versicherungsfremde Leistungen: Wenn aus Krankenversicherung Sozialpolitik wird

Das größte Problem der GKV liegt in ihrer Rolle als Allzweckwaffe der deutschen Sozialpolitik. Was ursprünglich als Krankenversicherung für Arbeiter gedacht war, ist zu einem System geworden, das jeden versorgt – unabhängig davon, ob er jemals eingezahlt hat oder es sich leisten könnte.

Bürgergeld-Empfänger erhalten volle GKV-Leistungen, ohne einen Cent beizutragen. Asylbewerber bekommen nach wenigen Monaten Vollversorgung, ohne jemals in das System eingezahlt zu haben. Das mag sozialpolitisch gewollt sein, aber es hat nichts mit Versicherung zu tun. Es ist Sozialhilfe, die aus Beitragsmitteln finanziert wird. Diese Kosten werden über die 14,5 Milliarden Euro Bundeszuschüsse teilweise aus Steuermitteln gedeckt – und hier zahlen PKV-Versicherte kräftig mit.

Noch perfider ist die Familienversicherung für Gutverdiener. Ein Beispiel aus der Praxis: Ein Familienvater mit 350.000 Euro Jahreseinkommen wechselt aus dem britischen System in die deutsche GKV. Sein Kommentar: „Da gibt es keine Familienversicherung – ich zahle den Höchstbeitrag, aber vier Personen sind damit voll versorgt.“ Er könnte sich problemlos eine Privatversicherung für die ganze Familie leisten, nutzt aber das „solidarische“ System aus. Das ist keine Solidarität mit Schwachen – das ist Subvention für Reiche.

Die PKV kennt diese Probleme nicht. Jeder zahlt für sich, jeder bekommt, was er bezahlt. Keine versicherungsfremden Leistungen, keine politischen Geschenke, keine Umverteilung von unten nach oben.

Die doppelte Subvention: Wie PKV-Versicherte das GKV-System am Leben halten

 

Was in der öffentlichen Debatte völlig untergeht: PKV-Versicherte finanzieren das deutsche Gesundheitssystem gleich zweifach mit. Erstens über die direkten Mehrumsätze bei Ärzten und Krankenhäusern, zweitens über ihre überproportional hohen Steuerzahlungen, die den GKV-Bundeszuschuss finanzieren.

Die Zahlen sind eindeutig: 20,4 Prozent der Gesamteinnahmen niedergelassener Ärzte stammen von PKV-Versicherten – obwohl diese nur zehn Prozent der Vollversicherten stellen. Das sind jährlich 14,46 Milliarden Euro Mehrumsatz, die dem Gesundheitssystem ohne Privatpatienten verloren gingen. Pro Arztpraxis bedeutet das durchschnittlich über 74.000 Euro zusätzlich pro Jahr – das Einkommen von 1,75 Medizinischen Fachangestellten.

Ohne diese Mischkalkulation könnten viele Praxen nicht überleben. Besonders dramatisch wäre die Situation in ländlichen Regionen: Während Münchner Praxen 47.405 Euro Mehrumsatz durch Privatpatienten erzielen, sind es im ländlichen Kreis Regen 90.483 Euro. Die PKV subventioniert faktisch die GKV-Versorgung – und zwar überproportional dort, wo sie am dringendsten gebraucht wird.

Doch damit nicht genug: PKV-Versicherte zahlen auch überproportional für die Steuerfinanzierung der GKV. Obwohl sie nur zehn Prozent der Versicherten stellen, tragen Haushalte mit mindestens einem PKV-Versicherten über 20 Prozent der 14,5 Milliarden Euro Bundeszuschuss. Das Wirtschaftsinstitut RWI hat berechnet, dass die 14,5 Prozent PKV-versicherten Haushalte einen überproportional hohen Anteil der Steuerfinanzierung schultern.

PKV-Versicherte zahlen also doppelt: ihre eigenen Beiträge für eine ordentliche Krankenversicherung und über ihre Steuern für ein GKV-System, das sie gar nicht nutzen. Das ist das Gegenteil von Solidarität – das ist systematische Ausbeutung.

 

Kostentreiber ohne Kontrolle: Wo das Geld wirklich verschwindet

Die Ausgabensteigerungen von 2024 zeigen, wo die wahren Probleme liegen. In der GKV explodierten die Krankenhauskosten um 8,1 Milliarden Euro, die Pflegepersonalkosten um 13,1 Prozent. Die Arzneimittelausgaben wuchsen um 9,9 Prozent oder 5,0 Milliarden Euro. Diese Zahlen spiegeln nicht nur die demografische Entwicklung wider, sondern auch ein System ohne Kostenkontrolle.

Während die PKV jeden Euro kalkuliert und ihre Beiträge entsprechend anpasst, hofft die GKV auf politische Lösungen. Mehr Steuerzuschüsse, höhere Beiträge, Leistungskürzungen – alles ist möglich, nur nicht die ehrliche Auseinandersetzung mit den Kosten. Der Bundeszuschuss von 14,5 Milliarden Euro jährlich verschleiert die wahren Dimensionen des Problems.

Bundesgesundheitsminister Lauterbach räumte selbst ein, dass „gesamtgesellschaftliche Aufgaben“ aus Steuern statt aus Beiträgen finanziert werden müssten. Doch statt zu handeln, wird weiter verschleiert. Das Ergebnis: Ein System, das nur noch durch politische Interventionen am Leben gehalten wird.

 

Die Demografie-Lüge: Warum die GKV keine Zukunft hat

Das größte Versagen der GKV liegt in ihrer Unfähigkeit, mit der demografischen Entwicklung umzugehen. Als umlagefinanziertes System ist sie darauf angewiesen, dass genügend Beitragszahler die aktuellen Ausgaben finanzieren. Doch die Gesellschaft altert, die Geburtenrate sinkt, und die Babyboomer gehen in Rente.

Die PKV hat für dieses Problem vorgesorgt. Mit 341,7 Milliarden Euro Alterungsrückstellungen – einem jährlichen Zuwachs von etwa 13 bis 17 Milliarden Euro – hat sie ein Polster geschaffen, das die demografischen Lasten abfedern kann. Diese Rückstellungen sind zweckgebunden und dienen ausschließlich der Finanzierung steigender Kosten im Alter.

Die GKV hingegen verschiebt das Problem auf die nächste Generation. Jeder Euro, der heute nicht eingenommen wird, muss morgen von weniger Beitragszahlern aufgebracht werden. Das ist nicht nur finanziell unverantwortlich, sondern auch generationenungerecht.

 

PKV-Wachstum trotz Hetzkampagnen: Warum immer mehr Menschen das ehrliche System wählen

Trotz aller politischen Hetzkampagnen wächst die PKV kontinuierlich. Die Zahl der Vollversicherten stieg 2024 auf 8,74 Millionen, die der Zusatzversicherungen auf 31,02 Millionen. Insgesamt vertrauen 39,8 Millionen Deutsche – fast jeder Zweite – in irgendeiner Form auf die PKV.

Diese Zahlen sprechen eine klare Sprache: Wer die Wahl hat, entscheidet sich für Transparenz und Verlässlichkeit. Die Menschen stimmen mit ihren Füßen ab gegen ein System, das sie belügt und betrügt. Sie wählen ein System, das seine Kosten ehrlich ausweist und seine Leistungen verlässlich erbringt.

Das Wachstum der Zusatzversicherungen zeigt besonders deutlich das Versagen der GKV. 31,02 Millionen Deutsche sind der Meinung, dass das GKV-Grundangebot nicht ausreicht. Sie zahlen zusätzlich für das, was eine ordentliche Krankenversicherung leisten sollte. Das ist die Realität der „Solidargemeinschaft“.

 

Missmanagement als Kostentreiber: Wenn Politik Medizin macht

Neben der demografischen Entwicklung und dem medizinischen Fortschritt gibt es einen dritten Kostentreiber, der gerne verschwiegen wird: das Missmanagement. Deutschland leistet sich ein Gesundheitssystem mit mehr Verwaltungsebenen als medizinischen Leistungen. Kassenärztliche Vereinigungen, Krankenkassen-Bürokratie, Gesundheitsministerien auf Bundes- und Länderebene – ein Apparat, der sich selbst ernährt, statt Kranke zu heilen.

Die PKV zeigt, dass es schlanker geht. Ohne politische Eingriffe, ohne Bürokratie-Monster, ohne Umverteilungs-Orgien. Einfach Versicherung: Beitrag gegen Leistung, transparent kalkuliert und verlässlich erbracht.

Das deutsche System krankt nicht nur an der Demografie oder den medizinischen Kosten. Es krankt an seiner eigenen Aufblähung, an seiner Unfähigkeit, zwischen Versicherung und Sozialpolitik zu unterscheiden, an seinem Unwillen, die Wahrheit über seine Kosten zu sagen.

Die PKV mag nicht perfekt sein, aber sie ist ehrlich. Und in Zeiten, in denen die Politik die Bürger mit schönen Worten abspeist, ist Ehrlichkeit das wertvollste Gut. Die Zahlen von 2024 haben die Wahrheit ans Licht gebracht. Jetzt liegt es an uns, die richtigen Schlüsse zu ziehen.

 

FAQ – Häufige Fragen zur Gesundheitskrise Deutschland